Oft gestellte Fragen

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  Was bedeutet analoge Klangerzeugung?
  Was bedeutet subtraktive Synthese?
  Was ist besser, ein 24dB-Filter oder ein 12db-Filter?
  Was ist ein Transienten Generator?
  Stromgesteuerte Module - gibt's das?
  Welches war der erste Synthesizer?
  Brummstörungen an der Anlage - was tun?
  Knisternde Regler, Buchsen und Schalter - was tun?
  Was ist ein Abschwächer?
  Kabel-Qualität
  Stecker richtig beschalten (mit großer Grafik)
  Aus einem Musikstück ein Instrument oder Gesang entfernen
  Aus einer WAV-Datei eine MIDI-Datei machen und umgekehrt
 stabilisierte Netzteile selbst gebaut
 Was ist eigentlich ein Keyboard?
  HiFi - High End - das Wunderkabel
 Voltage-Trigger in Switched Trigger [Moog]umwandeln


Was bedeutet analoge Klangerzeugung?
Damit ist das Verfahren gemeint, bei dem man Klänge durch das zusammenwirken von Tongeneratoren, Filtern, Verstärkern usw. erzeugt. Das Ursignal, z.B. aus einem Tongenerator wird von Stufe zu Stufe weiterbearbeitet und ist überall und jederzeit nutzbar/hörbar. Alle Regelvorgänge sind stufenlos und somit feinstfühlig einstellbar. Paradebeispiel und "Urtyp" eines Synthesizers: Ein Modularsystem bei dem alle Baugruppen extern miteinander verbunden werden müssen.    (siehe Synthesizerkurs Teil 2)



Was versteht man unter Subtraktiver Synthese?
Die "schlau" klingende Bezeichung weist auf das grundlegende Verfahren bei einer Klangerzeugung (Synthese) hin. Neue Klänge werden prinzipiell durch "wegnehmen" bestimmer Eigenschaften erzeugt. In unserem Fall handelt es sich um das wegnehmen (Filtern) von Obertönen. Im Gegensatz dazu werden bei der additiven Synthese Klänge erzeugt, indem man z.B. einzelne Sinusschwingungen unterschiedlicher Frequenz und Amplitude zusammenmischt. Eine Filterung ist in diesem Fall nicht primär zur Klangformung nötig.
      Betrachtet wird immer das gesamte Synthesizersystem. Geräte, die als Tongenerator eine Baugruppe besitzen mit der man durch die Wahl einzelner Obertöne die Ausgangswellenform frei einstellen kann  oder die als Ausgangswellenform komplexe Wellenformgemische anbieten (Wavetables) werden auch dann der subtraktiven Synthese zugerechnet, wenn die weitere Bearbeitung "klassisch" in unserem Sinne ist.


Ist ein 24 dB-Filter besser als ein 12dB-Filter
Nein, absolut nicht. Nur wer sich nicht auskennt und nicht ohne eine Art "Schwanzvergleich" leben kann, wird sowas behaupten. ;) Ein 24dB Filter klingt nur anders weil er eine andere Steilheit aufweist. Er trennt den Durchlaßbereich vom Sperrbereich "schneller" und klingt daher etwas "knackiger". Das ist aber durchaus nicht immer erwünscht. Am besten haben es die Synthesisten die in der glücklichen Lage sind, in einem Modulsystem mehrere Filter unterschiedlicher Hersteller zu verwenden oder die Charakteristiken umzuschalten. Durch die Schaltungstechnik und Herstellerspezifische "Macken" klingen auch Filter gleicher Steilheit meist völlig anders.. Wer's kann, sollte kombinieren!
(siehe auch: Synthy-Kurs Teil 4)
Auf der Kurs-CD ist mehr Platz und dort gibt es auch ein kleines Klangbeispiel zu dem Thema.


Was ist ein Transienten-Generator ?
Mit Transienten bezeichnet man die Nachschwingungen, die nach einem elektronischen Umschaltvorgang noch auftreten. Wenn z.B. durch die Tastatur eines Synt. die CV-Höhe geändert wird, gibt es auch dieses Einschwingen auf die neue CV. Dabei "schießt" die CV zuerst etwas über den gewählten neuen Wert hinaus, fällt dann wieder etwas unter ihn ab usw. Dieser Vorgang des Einpendelns auf den neuen Wert dauert nur Mikrosekunden und jeder Techniker möchte diesen Effekt möglichst komplett unterdrücken. Nicht so Hans-Peter Baumann, Konstrukteur und Ein-Mann-Firma der BME Musikelektronik (BME gibt's leider nicht mehr)   An seinem letzten Modularsystem, dem BME-AXIOM waren an der Tastaturelektronik  Regler mit dem man genau diese Transienten gewollt verstärken konnte. Man konnte die Intensität und die Dauer der Transienten einstellen. Sehr praktisch ist so etwas z.B. bei Klangsynthesen die einen "Anblasvorgang", vergleichsweise wie beim Saxophon, erzeugen sollen. Man kann das natürlich auch anders lösen (mit einem zusätzlichen AR, einem VC-LFO und einem VCA), so aber war's eben doch naheliegend, ersparte zusätzlichen Aufwand an Baugruppen und ließ sich vor allem blitzschnell als Spielhilfe zur Expression einsetzen.. (mal was anderes als nur das ewige Pitch-Rad  )


 Stromgesteuerte Module besser oder anders als spannungsgesteuerte?
Nööö, das war nur ein dreiter Versuch eines Deutschen Herstellers, sich und seine schrottigen Basteleien wenigstens mit dummen Sprüchen aufzuwerten.  In seinem Interesse wird sein Name hier nicht genannt weil er obendrein sämtliche Schaltungen bei einem seiner vorherigen Arbeitgeber ähhhhhh.. ausspioniert und nachgebaut hatte. Ansonsten gibts sowas nicht, wäre auch völlig hirnrissig!


Welches war denn nun wirklich der erste Synthesizer ?
Wenn wir von Synthesizern reden, die wir als Musikinstrumente gemeinhin anwenden, dann gehören, wie jeder weiß, Buchla und Moog zu den Pionieren (ab 1964). Das erste Gerät zur Klangerzeugung, welches den Namen SYNTHESIZER führte war jedoch der "RCA  - Synthesizer Mark I" aus dem Hause Telefunken. Telefunken glänzte ja auch schon durch die Entwicklung des Trautoniums, war lange Zeit immer ganz "vorne dabei" wenn es um Musikelektronik ging.  Der "Raum voller Elektronik" wurde 1955 vorgestellt und prompt erhielten die Leutchen dafür den Nobelpreis. Das Nachfolgemodell, RCA Mark-II, wurde 1959 vorgestellt. Es war 6 Meter lang und 2,50 Meter hoch. Bei einem Preis von ca 175.000 Dollar sicher auch nicht zu klein ;)
             Es gab derzeit die später von Buchla und Moog vorangetriebene Vereinheitlichung
(Stichwort: 1 Volt / Oktave - siehe Kurs)
noch nicht. So brauchten auch versierte Toningenieure Stunden um einen halbwegs brauchbaren Klang zu erzeugen. Dennoch war die Begeisterung so enorm, daß sich die wenigen Spezialisten, die den Mark II bedienen konnten, in Wartelisten der Pricetown-Studios (Columbia) eintragen mußten um auch mal "dranzukommen"

Mehr aus der Geschichte der elektronischen Musik und der Synthesizer sowie eine Bildersammlung  zum Thema
gibt es auf meiner Kurs-CD, hier ist nicht genug Platz dafür


Meine Anlage brummt ständig, woran kann es liegen?
    Als erstes muß man versuchen, die Ursachen einzugrenzen: Am besten, man entfernt alle (!) Verbindungskabel bis auf die, der Lautsprecher. Schaltet man jetzt den Verstärker ein und dreht die Lauststärke auf, sollte es nicht brummen, sonst ist der Verstärker defekt. Jetzt schließt man nach und nach die Leitungen wieder an und probiert die Eingänge nacheinander aus bis das Brummen wieder auftritt. Dann verfolgt man genau diesen Zweig weiter: Sollte es z.B. brummen wenn man den Mischpult anschließt, "darf" man das gleiche Spielchen mit allen (!) Ein- und Ausgängen am Mixer machen um sicherzustellen, dass nicht der Mixer selbst die Störung verursacht. (Auch eingeschleifte Effektgeräte nicht vergessen). Als häufige Ursachen kommen in Frage:

## Defekte Verbindungsleitungen -ersetzen oder reparieren!
## Schlechte Kabelqualität (Abschirmung) - ersetzen!
## Fehlerhafte Beschaltung der Stecker bzw. Buchsen der Audio-Leitungen - reparieren
## Geräte werden an unterschiedlichen Phasen des Stromnetzes betrieben (Potentialunterschiede) -
      Nur einen Stromkreis verwenden, Steckdosenleisten verwenden, nur 1 Hauptleitung!
## Besonders gemein: Ein Gerät "hängt" an einer Antenne, einer Sat-Anlage oder dem Kabelnetz.
      Da vorgeschaltete Weichen, Umsetzer usw. fast immer an anderen Stromnetzen hängen, gibts hier so oft Probleme -

      Ein Mantelstromfilter in der Antennenleitung schafft Abhilfe (ca. 12 DM)
##  Ein PC ist mit angeschlossen und der wiederum könnte Fremdspannungen durch den Anschluß an Telefon- oder Netzwerkleitungen bekommen
      auch hier würde ein Mantelstromfilter Abhilfe schaffen
      
## Der Magen knurrt ;) - Salz essen, das gibt Durst und der ist schlimmer als Hunger ;-)

Warnung!! Nie den Tip lebensmüder Laien beachten, die dazu raten, die Schutzkontakte der Stecker zu isolieren. Wer so etwas tut, ist eine Gefahr für die Allgemeinheit und für sich selbst.


Regler knistern, Buchsen setzen aus, Tonhöhe schwankt, Tastatur mit Wackelkontakten.
Bitte niemals Kontaktspray verwenden. Damit kann man Geräte so großartig versauen, daß eine Reparatur zu teuer wird. Wer sich nicht auskennt: Finger weg! Bringt das Teil zum Kundendienst! Ansonsten Regler bzw. Buchsen sparsam mit speziellen Mitteln  behandeln (Tuner-Spray, Video-Spray) oder noch besser gleich gegen hochwertige Bauteile austauschen (lassen). Bei einer analogen Tastatur müssen die Kontakte bzw. die Kontaktschienen gereinigt werden. Das macht man auf jeden Fall trocken (!!!) mit einem Radierstift, einem Lederspatel oder einem Glasfaserpinsel. Nicht vergessen, die Kiste vorsichtig aber gründlich abzusaugen damit nicht Dreck und Glasfasern woanders Ärger machen. Analoge Tastaturen können verdammt empfindlich sein. In Räumen, in denen geraucht wird, treten solche Störungen wesentlich schneller auf weil sich der Teer auf den Kontakten niederschlägt.


Was ist ein Abschwächer?

Ein Abschwächer ist eine einfache Baugruppe, die es ermöglicht, Steuer- oder Signalspannungen zu regeln. Eigentlich ist der Begriff Baugruppe stark übertrieben, handelt es sich doch ganz simpel um einen regelbaren Widerstand (Poti) der diese Aufgabe übernimmt.  Eine Verstärkung der Spannungen ist nicht möglich. Der Regelbereich sollte 0% - 100 % betragen. Man kann sich sowas kinderleicht selbst bauen und das eigene System noch komfortabler gestalten ohne viel Geld auszugeben. So ein Regler kostet knapp 2 Euro, die Ein- und Ausgangsbuchsen  vielleicht 60 Cent ist doch nicht viel oder ?.. ;-)


Kabelqualität
"Wer nichts weiß, muß glauben" - sagt man landläufig. Wieviel Wahrheit in diesem Spruch steckt merkt man spätestens wenn man in den AUDIO-Newsgroups des Internets und in den "Fachzeitschriften" für Audiophile (Audiomanen?) Entsprechende Mitteilungen liest. Originalzitat: "..biete XXXX-Lautsprecherleitung, 2 mal 3.20 mtr., vergoldete Anschlußklemmen im stabilen Transportkoffer (wichtig das! Anm.von mir) 4 Wochen alt, eingebrannt und nur noch für 600.- Euro (NP:ca 1500.-Euro)" Zitat Ende!
    Alles klar? Naja, diese "Voodoo - Freaks" glauben auch an Kabel aus oxygenfreiem Kupfer mit ausgerichteten Kupferkristallen, aufgedruckten Stromflussrichtungen usw.  Selbst die Haussicherungen haben angeblich unglaublichen Einfluß auf die Klangqualität. (Automat vs. Schmelzsicherung). Belustigt frage ich dann immer wieder man an, ob die hohen Töne vielleicht "rauchiger" klingen wenn man den Strom von einem Kohlekraftwerk bekommt! ;-)  Manchmal gibt es darauf hin sogar ernstgemeinte Antworten ;-) Es ist nicht zu glauben !!!
    Im Ernst: Es macht schon einen Unterschied, ob man Billigstleitungen oder anständige Kabel verwendet. In große Unkosten muß sich aber niemand stürzen. Wer selbst richtig löten kann, sollte sich Kabel und Stecker selbst anfertigen. Für ein paar Euro sind dann die Kabel fertig und sogar mit vergoldeten Stecken versehen (z.B. Cynch-Stecker, massiv Metall, Knickschutz, vergoldet, Farbkennring ca. 60Cent  Ein guter Rat ist es, wenn man sich Kabelmaterial vom Meter in einem größeren Musikladen besorgt... Musiker wissen einfach, was gut ist! ;-)
     Patchcords für Synthesizer würde ich nur fertige verwenden, diese haben vergossene Stecker und halten einfach länger. Probleme mit Übergangswiderständen gibt es bei den Spannungen am Synthesizer keine, sofern die Dinger nicht zuvor gerade im Ketchup gelegen haben, vergoldete Stecker sind bei Patchcords völlig überflüssiger Luxus.
      Wenn Geräte symmetrische Ein/Ausgänge haben, würde ich empfehlen, diese auch zu benutzen. Da bei symmetrischen Leitungen die Abschirmung NICHT als Leiter benutzt wird, ist solches Kabel praktisch störfest!


Richtige Steckerbeschaltung / Polung
Man kann ja nicht alles wissen, deshalb ist es um so wichtiger, die richtige Polung  bei Verbindungsleitungen nachlesen zu können. Hält man sich nicht an die Regeln, wird man viele nervenzerreibende Stunden mit unnötiger suche nach Fehlern verbringen. Hier deshalb ein wunderbar übersichtlicher Scan aus einem Prospekt der Firma Musik-Produktiv. Weil das Bild jedoch auch im JPG-Format 244 kB groß ist, mußt Du das durch den Mausklick extra anfordern..
 Stecker-Beschaltungwer hier drauf klickt , bekommt ein großes Bild mit allem möglichen Kabelbeschaltungen. Zu finden war diese Doppelseite in einem Katalog von MUSIK PRODUKTIV


Aus einem Musikstück den Gesang oder ein einzelnes Instrument entfernen

        Um es ganz kurz zu sagen: Es geht nicht, jedenfalls nicht ohne heftige Klangveränderungen am Musikstück selbst. Bei alten Plattenaufnahmen klappt das noch ganz gut. Damals trennte man die Stereo-Kanäle sehr streng und so hörte man George (Bealtes) nur links und Ringo mit seinen Drums nur rechts (als Beispiel. Der Gesang kam aus der Mitte und wurde dazu gleichwertig auf beide Kanäle verteilt. Wenn man in dem Fall einen Kanal invertiert und über den anderen legt (mit einem Wave-Editor oder einem speziellen Verstärkerbaustein), wird alles ausgelöscht, was auf beiden Kanälen zeitgleich vorhanden ist - also der Gesang. Was nicht ausgelöscht wird, sind z.B. Anteile von Hall die auf den Kanälen unterschiedlich verteilt sind. Also "sauber" klappt die Trennung auch nicht.

        Bei modernen Aufnahmen wird sehr viel mit Hall, Echo und psychoakustischen Effekten gearbeitet. Dabei wird der Gesang auf den Kanälen sehr lebendig verteilt. Da sich diese Verteilung oft ständig ändert, ist der eingangs beschriebene Trick nicht mehr wirksam. Mit einzelnen Instrumenten verhält es sich ähnlich.

        Der Klang eines Instrumentes besteht aus einem mehr- oder weniger breiten Spektrum von Obertönen (Frequenzen). Wer also ein Instrument durch "Herausfiltern" aus dem Klangbild entfernen will, muß alle von ihm erzeugten Frequenzen entfernen. Da das Musikstück eine Mischung aus allen Frequenzen ist, würde man dadurch praktisch alle auslöschen müssen. Es gibt derzeit keine Möglichkeit, dieses Problem zu lösen obwohl einige Geschäftemacher da großartige Leistungen ihrer Geräte oder Software versprechen ;-) Wer KARAOKE-Musikstücke braucht hat 2 Möglichkeiten: 1) KARAOKE-Titel fertig kaufen oder 2) Den Titel selbst einspielen


Aus einem WAVE-FILE eine MIDI-DATEI machen und umgekehrt

Zuerst muss man daran denken, dass eine WAVE-Datei ähnlich einer Tonbandaufnahme die komplette Musik (oder was auch immer) enthält. Eine MIDI-Datei könnte man vielleicht mit einem Notenblatt vergleichen, eine MIDI-DATEI klingt nicht, sie kann nur Klangerzeuger steuern- sonst nichts.

MIDI to WAVE
Das einfachste wäre, wenn man das MIDI-File abspielt und das dann aufnimmt. Wenn sich das alles nur auf dem Rechner abspielen soll, muß die Soundkarte in der Lage sein, während der MIDI-Wiedergabe über den eingebauten Klangerzeuger (Synthesizer), eine Aufnahme machen zu können. Spezielle Software braucht man dazu meist nicht weil diese den Soundkarten beiliegt. Ansonsten würde ich "CoolEdit" von www.Syntryllium.com empfehlen. Es soll spezielle Software geben die MIDI direkt in WAV umrechnen kann. Ich glaube nicht daran, versprochen wird viel, gehalten oft sehr wenig!
Wenn man MIDI-Files hat, die nicht im Computer-Standard erzeugt wurden (General Midi) sondern z.B. mit einem externen Instrument, spielt man diese mit dem richtigen Instrument ab und nimmt über LINE IN der Soundkarte auf.

WAVE to MIDI
In der Richtung gibt es keine Möglichkeit der Wandlung. Ein solches Programm müsste aus dem Musikstück jedes einzelne Intrument "raushören" können um dann MIDI Daten nach Tonhöhe, Tonlänge, Lautstärke, Expession usw. zu erzeugen. Sowas ist bis heute trotz Versuchen mit KI (Künstlicher Intelligenz) und neuronalen Netzen nicht möglich.
       Wer MIDI-Files braucht, muß sich diese selbst erzeugen oder im Musikfachhandel kaufen.


Stabilisierte Netzteile selbst bauen

ACHTUNG: Hier wird mit Netzspannung gearbeitet! Solche Basteleien sollten nur Leute durchführen die sich sicher auskennen, es könnte sonst lebensgefährlich werden. Natürlich übernehme ich keinerlei Haftung für die Schaltungen oder für Folgen von unsachgemäßen Basteleien!

1) Netzteil , ca. 1 Ampere

Der Spannungsregler LM317 ist ein 13,6 Volt-Regler. Wenn man den Widerstand R2 ändert, ergibt sich am Ausgang eine andere Spannung. Die Spannungsangaben beim Trafo und hinter dem Gleichrichter sind nur Beispiele und natürlich kann man den R2 auch durch einen regelbaren Widerstand (Spindeltrimmer) ersetzen um dann die Ausgangsspannung genau einstellen zu können.

R1
R2
V (out)
100 Ohm
988 Ohm
13,6 V
100 Ohm
860 Ohm
12 V
100 Ohm
620 Ohm
9 V
100 Ohm
380 Ohm
6 V
100 Ohm
140 Ohm
3 V

Kondensatoren: Elko 22.000 uF, 35V, Tantal 1,0 uF, 25V, 100nF (Folie)
Widerstände: Kohleschicht, 0,25Watt
Halbleiter: LM 317T, Dioden: 1N4002
Trafo: nach Belastung


2) Netzteil, 12V, ca. 4,3 Ampere

Im Prinzip die gleiche Schaltung wie zuvor, nur mit einem Leistungstransistor der einen Großteil des Stromes übernimmt. Diese Schaltung kann bis 4.3 Ampere liefern. Regler und Transistor müssen gekühlt werden. Dazu montiert man sie auf einem Kühlkörper indem man ein Glimmerplättchen, Wärmeleitpaste und Kunststoffhülsen für die Montage verwendet. Die Bauteile dürfen keine elektrische Verbindung zum Kühlkörper bekommen. Auch hier kann die Ausgangsspannung durch Änderung von R2 bestimmt werden. natürlich muss der Trafo ausreichend Leistung liefern können. Für den 0.3 Ohm und den 0,7 Ohm Widerstand benutzt man am besten zementierte Ausführungen mit 5 Watt, das ist gut ausreichend.

3) Netzteil mit symmetrischer Spannung ca. 2x 1 Ampere

Für viele Zwecke werden symmetrische Versorgungsspannungen benötigt, also nicht nur das übliche "Plus" und "Masse" sondern neben der Masse auch getrennt "Plus" und "Minus". Die Schaltung selbst wird mit Spannungsreglern realisiert. Dies ist die einfachste Art der Stabilisierung. Die Ausgangsspannung des Trafos muss dazu nur ein paar Volt über der benötigten Ausgangsspannung liegen.
    Wird nur eine "normale" Versorgung z.B. für Bodeneffektgeräte gebraucht, reicht es, wenn man den "positiven" Zweig der Schaltung aufbaut. Der Trafo braucht dann auch keine Mittelanzapfung zu haben. Die Ausgangsspannung wird vom Typ des Spannungsreglers bestimmt. Dies sind z.B. 7805 für +5 Volt, 7809 für +9 Volt, 7812 für +12 Volt oder 7815 für +15 Volt. Die Negativ-Regler beginnen mit 79xx. Wie schon bei den anderen Schaltbeispielen verwendet man für C1, C2 Elektrolytkondensatoren, für C5 und C6 Tantal-Kondensatoren. Für C3 und C4 reichen Folienkondensatoren aus. Die Regler müssen auf Kühlblechen montiert werden. (elektrisch isoliert)

OK, soviel zur Bastelei, die, wenn man wirklich was davon versteht, jede Menge Geld und Ärger sparen kann. Viel Erfolg!


Was ist eigentlich ein Keyboard!?
Es geht hier um Musik und deshalb klammere ich der Übersicht wegen Schlüsselbretter und Computer-Tastaturen mal aus. In der Umgangssprache, die immer etwas "wischi-waschi" ist, werden verschiedene Geräte unter dem Sammelbegriff Keyboard genannt. Wenn man sich fachlich unterhalten will, gibt es aber dadurch schnell Missverständnisse, deshalb also unterscheidet man besser:

**** Master-Keyboard:
Ein Gerät ohne eigene Tonerzeugung. Es dient in der Regel zur Steuerung von Klangerzeugern und macht dies über eine MIDI-Schnittstelle. Wenn es ein gutes ist, hat es jede Menge Möglichkeiten die angeschlossene Geräte zu steuern. Anschlagdynamik, After-Touch, Modulationen, Arpeggiatoren, Spielhilfen (Handräder, Joysticks usw) und sogar eingebaute Sequenzer sind dann vorhanden. Die Charakteristiken von Aftertouch und Velocity sind im Idealfall in der Empfindlichkeit und Verlauf einstell- oder auswählbar). Meist haben diese Masterkeyboards auch hochwertige Mechaniken (gewichtete Tasten, Hammermechanik). Anwendungsbereich: Bühne und Studio
Preislagen ab ca. 500 Euro aufwärts. (Midi-Keyboards für PC's als Spiel(zeug)hilfen mal ausgenommen, die können sowieso nicht im entferntesten mithalten)

**** Personal-Keyboard:
Ursprünglich für den Wohnzimmergebrauch konzipiert. Praktisch alle verfügen über umfangreiche automatische Funktionen (Baßbegleitung, Akkord-Automatik, Rhythmusgerät usw..) Selbst Leute mit wenig bis gar keinen Musikkenntnissen können dank der ausgefeilten Programme selbst Musik machen (erzeugen). Sehr beliebt sind diese Kisten schon lange bei Alleinunterthaltern. Klänge und fertige Musikstücke können, meist per Diskette, seltener mit einer Hard-Disk, eingelesen werden. Nicht selten mutiert ein Personal-Keyboard unter den Händen eines schlechten Alleinunterhalters zu einer Art CD-Player. Playback-Maschine sozusagen. Einige Geräte können auch spezielle Notenblätter (mit Barcode am Rand) einlesen wenn man diese durch einen dafür vorgesehenen Schlitz zieht. Die Wiedergabe erfolgt automatisch. Wieder andere besitzen sogar Leuchtdioden über den Tasten und zeigen an, welche nun gedrückt werden müssen ;)
Preislage: ab ca. 25 Euro

Andere Instrumente die ebenfalls als Keyboard bezeichnet werden:
Orgel, Flügel, Klavier, E-Piano, String-Orchester, Mellotron, Synthesizer und Artverwandte auch Sampler, Sample-Player (Rompler), Spinett, Harpsichord, Harmonium, usw..


HiFi, Klang, Einbildung und Voodoo-Zauber
oder: wie man mit minimalem Aufwand, überzeugten "Klang-Experten" das Geld aus der Tasche zieht

    

High-End -Verbindungsleitung

HD-Patchcord 120SFA

Das Fachpublikum ist begeistert: Einmalige Transparenz bei maximalem Druck

Unser HD 120 SFA wird von unserem Chefentwickler in Handarbeit und unter Einhaltung seiner strengen Qualitätsanforderungen einzeln angefertigt und anschließend 24 Stunden eingebrannt. Durch unser sensationelles SPA-Verfahren "(Spectral-Fog Absorber) wird das Klangbild des Tonsignals deutlich hörbar feiner aufgelöst und von spezifischen Rausch-Schleppen befreit. Auf besonderen Kundenwunsch fertigen wir auch SFA-Patchcord an deren 2822892 Kristalle mit deren Lieblingsmusik eingebrannt wird. Bei diesem Vorgang übertragen sich die magnetischen und elektrischen Felder auf die kristalline Struktur im Mantel des Patchcords. Die Kristalle speichern in den Einbrennzeit die Informationen und beeinflussen später die Signalübertragung durch die hochwertige Kupferleitung positiv da die Kupfermoleküle schon vorgespannt sind. Aber was sind schon theoretische Überlegungen gegen die eindrucksvollen Klangabenteuer mit unseren Patchcords? Hören sie das Kolophonium von den Saiten des Cellos rieseln, riechen sie den Dunst des Urwaldes beim feinen Sirren eines Mosquitos der sie umschwirrt, greifen Sie erschrocken zum Weinglas auf dem Tisch wenn ein Thyranno-Saurus durch das Wohnzimmer stampft. Ach, das ist ihnen zu real? Dann sind sie nicht reif genug für unsere Kabel!
      Die SFA-Patchcords erhalten Sie ausschließlich bei uns. Bitte beachten Sie bei der Bestellung die Lieferzeiten. Während das HD-Patchcord 120SFA sofort verfügbar ist, benötigen die eigens für Sie konfektionierten und eingebrannten Leitungen einige Tage bis zur Auslieferung. Mit der Bestellung der individuellen Leitungen geben Sie bitte an, welche Musikrichtung sie bevorzugen. Gegen Aufpreis verwenden wir auch ganz gezielt ihre eigenen Lieblingsaufnahmen die Sie uns dann für den Einbrennvorgang zur Verfügung stellen müssten.

Preise und Lieferzeiten

Typenbezeichnung
Ausführung
speziell vorbereitet für
Lieferzeiten
Preis (Euro)
HD- Patchcord 120SFA 2-pol.120cm (weiß) universelle SFA-Leitung, Jazz ab Lager
 99,90
HD- Patchcord 120SFA-C 2-pol.120cm (grau) Klassik, Symphonien, Tanzmusik 6 Werktage
167,00
HD- Patchcord 120SFA-R 2-pol.120cm (gelb) Rock, Elektronische Musik, Blues 6 Werktage
152,30
HD- Patchcord 120SFA-P 2-pol.120cm (grün) Pop, Schlager, Volks- u. U-Musik 8 Werktage
129,60
HD- Patchcord 120SFA-AV 2-pol.120cm (blau) Videofilme, DolbySurround 4 Werktage
169,90
HD- Patchcord 120SFA-Ex 1-pol.120cm (pink) HipHop, Techno, House u.ä. extrem impulsfest und Absorber-stabil. (für Stereo werden 2 Stück benötigt) 6 Werktage
89, 90
Individualisierung durch Einbrennen mit Ihren Lieblingstiteln zusätzlich ab Eingang ihrer CD
2 Werktage
25,00
:
Bauanleitung und "Auflösung"

Man nehme:
Billigen transparenten Plastikschlauch aus dem Baumarkt. Der Schlauch sollte so groß sein, daß er gerade noch in oder über den Knickschutz der Stecker passt. Der Plastikschlauch wird so weit zurechtgeschnitten, daß man zum Anlöten des Steckers gerade noch so rankommt. Als Leitungen benutzt man das billigste oder nimmt einfach die, die mit allen möglichen Geräten mitgeschickt werden und schneidet von denen die Stecker ab. Dann fiselt man die Leitungen in den Schlauch und kürzt den so, daß die Leitung möglichst knapp rausschaut. (man muss noch löten!). Jetzt wird erstmal auf einer Seite ein vergoldeter Cinch-Stecker mit Knickschutztülle (ca. 50Cent/Stück) angelötet und mit Silikon wird der Schlauch dort enweder im oder über den Stecker geklebt. Dann füllt man den Schlauch sorgfältig mit Vogelsand. Sehr gut macht es sich, wenn man den Sand färbt oder farbige Fäden aus fester Wolle mit in den Schlauch gibt. Zum Schluß wird der 2. Stecker ebenfalls angelötet und verklebt. Dann wickelt man die Wunderleitung sorgfältig auf und gibt sie in eine Blisterverpackung oder wickelt sie sorgfältigst auf eine hübsch bedruckte Pappkarte. Gut macht sich ein phantasievoller, möglichst umfangreicher Beipackzettel im Stil der gerade ausgedachten Beschreibung (siehe oben)

Jede Wette, daß mindestens 5 von 10 Leuten denen man diese Kabel vorführt, die Klangverbesserungen deutlich hören und wennauch nur einer von 10 auch so ein Kabel kauft, ist der Tag gerettet ;) Wir hatten uns den Spaß mit solchen aber eher schlampig verarbeiteten Wunderkabeln im Musikladen gemacht. Dort lagen sie demonstrativ auf dem Ladentisch und wenn jemand unserer häufigen Kunden oder Bekannten fragte, was das für "komische" Kabel seien, zogen wir die Leute zur Seite und flüsterten denen ganz intim zu, was es damit auf sich hat. "Brandneu aus den USA, hat uns ein Vertreter als Pfand dagelassen weil er sich eine Gitarre ausgeliehen hatte, die Kabel würden ja auch "XXX = Unsumme" (jedesmal eine andere, meist so um die 140DM pro Mono-Leitung)) kosten usw. Ausnahmsweise würden wir ihm (dem Kunden/Bekannten) das Kabelpaar aber mal bis morgen ausleihen, er solle es zu Haus in Ruhe testen und auf jeden Fall zurückbringen. Wir haben uns scheckig gelacht weil. Wir hätten die Dinger echt gut verkaufen können. Wochen später (der Spaß war schon vergessen, sprachen uns Leute auf die Kabel hin an. Wir zuckten dann aber mit den Schultern, schließlich wäre das nur ein Kundenpfand gewesen und wir würden ja Instrumente und kein HiFi verkaufen ;)

Ech cool, was man so hört wenn man etwas hören will und bitte keine Anfragen, die obige Anzeige ist reine Phantasie

Lutz


Voltage-Trigger in Switched Trigger [Moog]umwandeln

Ein Rieeesen Bauprojekt! Es geht einfach darum dass sich z.B. ein MiniMoog weigert den üblichen Trigger/Gate anderer Geräte zu verarbeiten. Üblich sind nämlich Spannungsimpulse von 0v auf mindestens +5V.
Bleiben wir beim Mini-Moog, der möchte, dass man die Spannung an dessen Trigger-Buchse kurzschliesst. Dazu kann man teure Kabel oder noch teurere Module kaufen oder man baut sich die Schaltung selbst, was ohne spezielle Stecker etwa 10 Cent kostet. Das größte Problem ist es zunächst, den passenden Moog-Stecker zu bekommen. Zum Glück ist dessen Gehäuse recht groß und die "Mega-Schaltung" für den kleinen Transistorschalter passt locker rein. Die Schaltung ist übrigens schon die edle Version. Wenn es mal schnell gehen musste, hatte ich sie nur den Transistor in den Stecker gelötet...funktioniert auch.