Stabilisierte Netzteile - DIY

ACHTUNG: Hier wird mit Netzspannung gearbeitet!
Solche Basteleien sollten nur Leute durchführen die sich sicher auskennen, es könnte sonst lebensgefährlich werden.
Natürlich übernehme ich keinerlei Haftung für die Schaltungen oder für Folgen beim Nachbau.

1) Netzteil , ca. 1 Ampere

Der Spannungsregler LM317 ist ein 13,6 Volt-Regler. Wenn man den Widerstand R2 ändert, ergibt sich am Ausgang eine andere Spannung.
Die Spannungsangaben beim Trafo und hinter dem Gleichrichter sind nur Beispiele und natürlich kann man den R2 auch durch einen regelbaren Widerstand
(Spindeltrimmer) ersetzen um dann die Ausgangsspannung genau einstellen zu können.

R1
R2
V (out)
100 Ohm
988 Ohm
13,6 V
100 Ohm
860 Ohm
12 V
100 Ohm
620 Ohm
9 V
100 Ohm
380 Ohm
6 V
100 Ohm
140 Ohm
3 V
 

Kondensatoren:
1 Elko 22.000 uF / 35V
1 Tantal 1,0 uF/ 25V
1 Folie 100nF

Widerstände: 0,25Watt
1 Spannungsregler LM 317T
4 Siliziumdioden
1N4002


2) Netzteil, 12V, ca. 4,3 Ampere

Im Prinzip die gleiche Schaltung wie zuvor, nur mit einem Leistungstransistor der einen Großteil des Stromes übernimmt. Diese Schaltung kann bis 4.3 Ampere liefern.
Regler und Transistor müssen gekühlt werden. Dazu montiert man sie auf einem Kühlkörper indem man ein Glimmerplättchen, Wärmeleitpaste und Kunststoffhülsen
für die Montage verwendet. Die Bauteile dürfen keine elektrische Verbindung zum Kühlkörper bekommen. Auch hier kann die Ausgangsspannung durch Änderung
von R2 bestimmt werden. natürlich muss der Trafo ausreichend Leistung liefern können. Für den 0.3 Ohm und den 0,7 Ohm Widerstand benutzt man am besten
zementierte Ausführungen mit 5 Watt, das ist gut ausreichend.



3) Netzteil mit symmetrischer Spannung ca. 2x 1 Ampere

Für viele Zwecke werden symmetrische Versorgungsspannungen benötigt, also nicht nur das übliche "Plus" und "Masse" sondern neben der Masse auch getrennt "Plus" und "Minus".
Die Schaltung selbst wird mit Spannungsreglern realisiert. Dies ist die einfachste Art der Stabilisierung. Die Ausgangsspannung des Trafos muss dazu nur ein paar Volt
über der benötigten Ausgangsspannung liegen. Wird nur eine "normale" Versorgung z.B. für Bodeneffektgeräte gebraucht, reicht es, wenn man den "positiven" Zweig der Schaltung
aufbaut. Der Trafo braucht dann auch keine Mittelanzapfung zu haben.
Die Ausgangsspannung wird vom Typ des Spannungsreglers bestimmt. Dies sind z.B. 7805 für +5 Volt, 7809 für +9 Volt, 7812 für +12 Volt oder 7815 für +15 Volt.
Die Negativ-Regler beginnen mit 79xx. Wie schon bei den anderen Schaltbeispielen verwendet man für C1, C2 Elektrolytkondensatoren, für C5 und C6 Tantal-Kondensatoren.
Für C3 und C4 reichen Folienkondensatoren aus. Die Regler müssen auf Kühlblechen montiert werden. (elektrisch isoliert)


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